Kamerun / Provinz Extrême-Nord
Hungerhilfe für Vertriebene
Ausgangssituation: Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram ist seit 2010 im Norden Nigerias, im Tschad, in Niger und in Nordkamerun aktiv. Über zwei Millionen Menschen wurden vertrieben. Dadurch ist die lokale Landwirtschaft zum Erliegen gekommen. Die Ernährungslage hat sich drastisch verschlechtert.
In der Provinz Extrême-Nord Kameruns sind derzeit rund 570.000 Menschen auf der Flucht. Die Aufnahmegebiete sind überlastet, was zu Spannungen mit der lokalen Bevölkerung führt. Auch viele Flüchtlinge aus Nigeria leben dort unter prekären Bedingungen.
Die Region zählt zu den ärmsten des Landes. 74 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Klimawandel, Entwaldung und unregelmäßige Regenzeiten haben die Lebensgrundlagen zusätzlich geschwächt. Zwischen Mai und September verschärft sich die Ernährungskrise jährlich („Période de soudure“). Für 2025 wird eine besonders kritische Lage erwartet: Laut Prognosen werden etwa 30 % der Bevölkerung von akutem Ernährungsmangel/Hunger betroffen sein.
Zielgruppe und geplante Maßnahmen:
Ziel ist die Bekämpfung von Unterernährung durch die Versorgung von 14.000 Menschen (2.000 Familien) mit Grundnahrungsmitteln. Zusätzlich erhalten 2.000 Kinder sowie schwangere und stillende Frauen nährstoffreiche Zusatznahrung.
Die Redel Stiftung fördert das Projekt mit 50.000 Euro.
Impressionen
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